Akzeptanz und ernährungsphysiologische Bewertung
Insekten enthalten je nach Art 50-75 % Eiweiß bezogen auf die Trockenmasse
Kategorie
Landwirtschaft, Tierhaltung, Nährstoffe, Veganismus.
101 Artikel
Insekten enthalten je nach Art 50-75 % Eiweiß bezogen auf die Trockenmasse
„Artgerechte Tierhaltung“: Der Mythos hinter dem Begriff“
Begriff „artgerecht“ wird häufig als Marketingbegriff genutzt, ohne echte Substanz
Lösliche Ballaststoffe (Pektine, Inulin) werden von Darmbakterien fermentiert, unlösliche (Cellulose, Lignin) fördern Darmpassage
EU-Bio-Siegel ist Mindeststandard, Massentierhaltung auch im Bio-Bereich bei Erfüllung der Mindestvorgaben erlaubt
Carnivore Ernährung („zero carb“) setzt ausschließlich auf tierische Produkte
UN erkannte 2010 Zugang zu sauberem Trinkwasser offiziell als Menschenrecht an
Biomasse fliegender Insekten in deutschen Naturschutzgebieten seit 1989 um bis zu 75 % gesunken (Studie 2017)
Rund 70 % des weltweiten Kakaos stammt aus Westafrika (Ghana, Elfenbeinküste)
Laborfleisch entsteht durch Zellkultivierung aus tierischer Biopsie, ohne Schlachtung
Ernährungsformen reichen von omnivor über vegetarisch bis vegan
Klassische Züchtung = Auswahl/Kreuzung, Gentechnik = direkter Eingriff ins Erbgut (z.B. CRISPR/Cas)
Drei zentrale Makronährstoffe: Kohlenhydrate, Fette, Proteine
Konventioneller Landbau nutzt chemisch-synthetische Düngemittel, Pestizide und Herbizide
Legehennen werden auf bis zu 300 Eier im Jahr gezüchtet, ein Vielfaches der ursprünglichen Legeleistung
Pestizid-Kategorien: Herbizide, Insektizide, Fungizide
Omnivor = „allesfressend“, in westlichen Gesellschaften am weitesten verbreitete Ernährungsform
Staatliche Unterstützung für die deutsche Tierwirtschaft wird auf rund 13 Milliarden Euro jährlich beziffert (Heinrich-Böll-Stiftung/Greenpeace)
Rund 60 % des Körpergewichts bestehen aus Wasser
Veganismus: vollständiger Verzicht auf alle tierischen Produkte inkl. Honig, Milch, Eier
Veganismus meidet auch Leder, Wolle, Pelz, Seide, Kosmetik mit Tierbestandteilen und Tierversuche
Vegetarier verzichten auf Fleisch und Fisch, konsumieren meist Milch und Eier
Bis zu 25 % der Treibhausgasemissionen im Lebensmittelsektor entfallen laut UBA auf Transport, Lagerung, Verpackung
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) speicherbar, wasserlösliche (C, B-Vitamine) müssen regelmäßig zugeführt werden
Pescetarier essen überwiegend pflanzlich, zusätzlich Fisch und Meeresfrüchte
Rund 70-80 % der weltweit konsumierten Nahrung stammen von kleinbäuerlichen Betrieben auf ca. 30 % der Fläche
Flugtransporte verursachen bis zu 50-mal mehr Emissionen als Seefracht
Nährstoffgehalt landwirtschaftlicher Produkte seit den 1950er Jahren teils deutlich zurückgegangen
Verarbeitete Lebensmittel benötigen oft nur den Hinweis „Hergestellt in der EU“
Monokulturen reduzieren biologische Vielfalt ober- und unterirdisch
Grundumsatz macht etwa 60-70 % des täglichen Kalorienverbrauchs aus
Zehn Zähler, die zeigen, wie viele Tiere weltweit getötet werden, solange die Seite offen ist.
Deutschland 2023: rund 626 Millionen Masthühner geschlachtet (ca. 1.190 Tiere pro Minute)
Rinder zeigen starke Bindung zu Herde und Kälbern, kommunizieren über Körperhaltung, Laute, Gerüche
In Netzgehegen (Norwegen, Chile, Schottland) drängen sich bis zu 100.000 Fische auf engstem Raum
Jährlich werden rund 45 Millionen männliche Küken in Deutschland als „nutzlos“ aussortiert
Massentierhaltung begünstigt Verbreitung von Krankheiten wie Vogelgrippe, Schweinegrippe, BSE
Seit 2019 kennzeichnet der Handel Fleisch mit fünfstufiger Haltungsform-Skala (1-5)
Kühe werden jährlich künstlich besamt, um Milchproduktion aufrechtzuerhalten
Platzbedarf Jungbulle steigt von 3 m² (Stufe 1) auf 6 m² (Stufe 5/Bio)
Rund 90 % des in Deutschland konsumierten Rindfleisches stammt aus industrieller oder industriell arbeitender Zucht
Halal-Schlachtung verlangt vollständiges Durchtrennen von Halsschlagadern, Luft- und Speiseröhre bei vollem Bewusstsein
Sauen bringen mehr als 20 Ferkel pro Wurf zur Welt, mehr als der Körper eigentlich versorgen kann
Weltweit landet jährlich rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll (ca. 1,1 Milliarden Tonnen)
Deutschland importierte 2022 rund 3,3 Mio. Tonnen Sojaschrot und 0,8 Mio. Tonnen Sojabohnen, v.a. aus Brasilien/Argentinien
Rund 60 % der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland werden für Futtermittel genutzt (laut DVT)
Nutztierhaltung verursacht laut FAO rund 14,5 % der globalen Treibhausgasemissionen
Globale Nahrungsmittelproduktion verursacht laut FAO rund ein Drittel aller menschengemachten Treibhausgasemissionen
Globale Ernährung verantwortlich für rund ein Drittel der menschengemachten Treibhausgasemissionen
Globale Umstellung auf pflanzenbasierte Ernährung würde Acker-/Weideflächenbedarf laut Our World in Data von rund 4 auf etwa 1 Milliarde Hektar senken
Tierische Produkte liefern nur ca. 18 % der weltweiten Kalorien und 37 % der Proteine, beanspruchen aber rund 80 % der Agrarfläche
77 % der weltweiten Sojaproduktion fließt laut WWF in Tierfutter, nicht in Tofu/Sojamilch
Nur rund 6-7 % des weltweit angebauten Sojas landet direkt als menschliche Nahrung (Tofu, Sojamilch etc.)
2022 wurden laut BVL rund 540 Tonnen Antibiotika an Tierärzt:innen für die Nutztierhaltung abgegeben
Für 1 kg Rindfleisch werden rund 15.000 Liter Wasser benötigt
„Aber das eine Protein gibt es nicht pflanzlich“
Hülsenfrüchte oft arm an Methionin, Getreide eher wenig Lysin – Ausgleich durch Kombination über den Tag verteilt
„Aber die Tiere sind doch schon tot“
Einordnung: Konsum erzeugt Nachfrage, die neue Zucht und Produktion nach sich zieht („Angebot und Nachfrage“)
„Also ich könnte das nicht“
Die Aussage ist eine emotionale Schutzbehauptung statt sachlicher Einschätzung der eigenen Ernährungskompetenz
In Deutschland leben laut Veganivore.de ca. 1,58 Millionen Menschen vegan (ca. 2 % der Bevölkerung, Stand 2022)
Drei Hauptmotive: Ethik (Tierschutz), Umwelt/Klima, Gesundheit
Vegane Ernährung: 0,97 t CO2/Jahr (niedrigster Wert)
Rindfleisch (Bio): 21,7 kg CO2-Äquivalent pro kg – höchster Wert der Tabelle
Lebensmittelkonzerne investieren verstärkt in pflanzliche Alternativen zu Fleisch, Milch und Eiern
„Der Löwe frisst auch nur Fleisch und tötet andere Tiere“
Löwen sind obligate Karnivoren, ihr Verdauungssystem ist auf tierisches Eiweiß spezialisiert
Psychologe Leon Festinger beschrieb bereits in den 1950er Jahren, wie Menschen Dissonanzen durch Umdeutung statt Verhaltensänderung auflösen
„Für vegane Produkte sterben aber auch Tiere und Insekten“
Über 70 % des globalen Sojas wird an Tiere in der Mast verfüttert, nicht direkt konsumiert
Deutsche Gesellschaft für Ernährung und American Dietetic Association stufen gut geplante vegane Ernährung als vollwertig ein
Vegane Ernährung i.d.R. cholesterinfrei und arm an gesättigten Fettsäuren
„Ich kaufe Fleisch nur Beim Bauer nebenan“
Einordnung: auch kleinere Bauernhöfe stehen unter wirtschaftlichem Druck zu effizienter Haltung
„Ich mag Tiere, aber…“
Massentierhaltung betrifft über 95 % aller tierischen Produkte in Deutschland
„In veganen Produkten ist Tapetenkleister enthalten“
Zugrunde liegender Stoff: Methylcellulose (E461), ein chemisch modifiziertes Cellulose-Derivat aus Pflanzen
„Kuhmilch ist viel gesünder als Hafermilch“
Kuhmilch enthält neben Eiweiß, Kalzium, B12 und Jod auch gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und Wachstumsfaktor IGF-1
Leder entsteht als Nebenprodukt der Fleischindustrie, Gerbung nutzt oft giftige Chemikalien wie Chrom VI
Pflanzliche Proteinquellen (Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Samen) bieten in Kombination vollständige Aminosäureversorgung
„Menschen sind Allesfresser und brauchen Fleisch“
Mit Ausnahme von Vitamin B12 kommt kein essenzieller Nährstoff ausschließlich in tierischen Produkten vor
Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen produziert, kommt in keinem pflanzlichen Lebensmittel aktiv vor
„Ohne tierische Produkte fehlt Geschmack und Genuss“
Pilze, fermentierte Sojaprodukte, Hefeflocken, geröstete Nüsse und Miso liefern komplexe Umami-Aromen
„Pflanzen haben auch Gefühle“
Pflanzen besitzen kein zentrales Nervensystem, keine Schmerzrezeptoren und kein Gehirn
„Schnitzel darf nur so heißen, wenn es vom Tier kommt“
Laut EuGH dürfen pflanzliche Produkte Bezeichnungen wie „Schnitzel“ verwenden, wenn klar als pflanzlich gekennzeichnet
„Tiere artgerecht zu halten ist doch genug – warum also vegan?“
Mehr als 90 % aller Nutztiere werden in Deutschland und weltweit in Massentierhaltung gehalten
Über 90 % aller Nutztiere in Deutschland und weltweit leben laut späterem Artikel in Massentierhaltung
Wein, Bier und Saft oft geklärt mit Gelatine, Hausenblase (Fischschwimmblasen), Kasein oder Albumin
„Vegan leben ist unnatürlich“
Einordnung: Verdauungssystem des Menschen (Kauapparat, Darmlänge, Magensäure) ähnelt eher pflanzenfressenden Primaten als Raubtieren
Hunde gelten als opportunistische Allesfresser, vegane Ernährung theoretisch möglich mit Supplementierung (B12, Taurin, L-Carnitin, Methionin)
Vegane Ersatzprodukte enthalten oft weniger gesättigte Fette und kein Cholesterin im Vergleich zu tierischen Pendants
DGE befürwortet vegane Kinderernährung nur unter sorgfältiger Planung und ärztlicher Begleitung
„Vegane Produkte sind nur Chemie“
Vegane Ernährung basiert überwiegend auf natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe
„Veganer konsumieren nur Ersatzprodukte“
Basis veganer Ernährung: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse, Samen
„Veganer missionieren ständig und nerven nur“
Einordnung: der Vorwurf des „Missionierens“ offenbare häufig ein schlechtes Gewissen der Angesprochenen
„Veganer sind alle mangelernährt“
DGE, Academy of Nutrition and Dietetics (USA) und British Dietetic Association bestätigen: ausgewogene vegane Ernährung gesundheitlich unbedenklich
Ein Kilogramm Rindfleisch benötigt bis zu 15.000 Liter Wasser
„Veganismus ist nur eine Modeerscheinung“
Laut ProVeg setzten Supermärkte zwischen Oktober 2019 und September 2020 mit pflanzlichen Fleischersatzprodukten 357 Mio. Euro um
„Veganismus ist viel zu teuer“
Laut ProVeg-Preisstudie 2024 sind pflanzliche Alternativen in 9 von 12 Produktkategorien preiswerter oder gleich teuer wie tierische Produkte
„Veganismus ist zu extrem“
Einordnung: gesellschaftliche Mehrheit sei kein Maßstab für moralische Richtigkeit
„Veganismus rettet den Planeten auch nicht“
Tierhaltung verursacht laut FAO etwa 14,5 % aller menschengemachten Treibhausgasemissionen
„Veganismus und Sport funktioniert nicht“
Vegane Proteinquellen (Hülsenfrüchte, Vollkorn, Nüsse, Samen) liefern alle essentiellen Aminosäuren bei abwechslungsreicher Kombination
Etwa ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen geht laut IPCC auf Landwirtschaft und nachgelagerte Prozesse zurück
„Veganismus zerstört Arbeitsplätze in der Landwirtschaft“
In Deutschland waren 2020 laut Umweltbundesamt knapp eine Million Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt (rund 2 % aller Erwerbstätigen)
Milch, Käse und Eier stammen fast immer aus denselben Tierhaltungssystemen wie Fleisch
„Wo sollen all die Tiere denn hin, wenn alle vegan leben?“
Einordnung: Tierzucht orientiert sich an Marktnachfrage, sinkende Nachfrage führt zu sinkender Zuchtzahl, kein „Überschuss“
Veganismus lehnt jede Form der Gefangenschaft und Instrumentalisierung von Tieren grundsätzlich ab