Die Behauptung
Veganismus ist viel zu teuer
Kernfakten
Laut ProVeg-Preisstudie 2024 sind pflanzliche Alternativen in 9 von 12 Produktkategorien preiswerter oder gleich teuer wie tierische Produkte
Lidl bietet laut Studie als einziger Discounter einen pflanzlichen Warenkorb günstiger an
Grundnahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Getreide, Kartoffeln und saisonales Gemüse gelten als besonders günstig
Einordnung: teure Fertig-/Ersatzprodukte sind Option, kein Muss für vegane Ernährung
Langfristige Einsparungen bei Gesundheitskosten durch geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen/Diabetes
1 Min. Lesezeit
Das Vorurteil, Veganismus sei grundsätzlich teuer, hält sich hartnäckig. Viele Menschen nehmen pflanzliche Ernährung als teuren Luxus wahr, der nur mit aufwändigen Spezialprodukten und teuren Ersatzlebensmitteln möglich ist. Doch diese Wahrnehmung basiert häufig auf Missverständnissen und Einzelfällen, die nicht das gesamte Bild widerspiegeln. Tatsächlich sind viele vegane Grundnahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Getreide, Kartoffeln, saisonales Gemüse und Obst oft günstiger als tierische Produkte.
Grundnahrungsmittel als Basis einer günstigen veganen Ernährung
Wer sich vorwiegend von einfachen, unverarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln ernährt, kann durchaus kostengünstig essen. Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln, Kartoffeln und saisonales Gemüse sind häufig preiswert und sättigend. Teure vegane Fertigprodukte oder Fleischersatzprodukte sind kein Muss, sondern eine Option für diejenigen, die Vielfalt oder Komfort suchen. Vegan kochen heißt nicht automatisch, viel Geld auszugeben – es erfordert eher Planung und Grundwissen.
Langfristige Einsparungen durch Gesundheit und Umwelt
Zudem können durch eine pflanzenbasierte Ernährung langfristig Kosten eingespart werden, etwa bei der Gesundheitsvorsorge. Studien zeigen, dass vegane Ernährung das Risiko für bestimmte chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes senken kann, was sich positiv auf die Gesundheitsausgaben auswirkt. Auch der ökologische Fußabdruck von tierischer Ernährung verursacht versteckte Kosten, etwa durch Umweltzerstörung und Klimawandel, die letztlich alle Gesellschaften treffen.
Angebot und Nachfrage verändern Preise
Mit dem wachsenden Interesse an veganer Ernährung steigt auch das Angebot an pflanzlichen Produkten. Dies führt zu besserer Verfügbarkeit, größerer Auswahl und tendenziell sinkenden Preisen für viele vegane Produkte. Zudem gibt es in Supermärkten und Discountern immer mehr preiswerte Eigenmarken. Das Image von Veganismus als Luxus bleibt daher eine Überholung der Realität.
Fazit: Veganismus muss nicht teuer sein
Veganismus als Lebensstil ist keine Frage des Geldbeutels, sondern vor allem der Planung und Prioritäten. Wer auf einfache, vollwertige pflanzliche Lebensmittel setzt, kann sehr preiswert und gesund leben. Das Vorurteil „viel zu teuer“ verkennt die Vielfalt und die wirtschaftliche Entwicklung im Bereich pflanzlicher Ernährung.
2 Quellen
- proveg.com/de/blog/proveg-preisstudie-2024
Der Artikel von ProVeg zeigt, dass pflanzliche Alternativen 2024 in 9 von 12 Produktkategorien preiswerter oder gleich teuer wie tierische Produkte sind, wobei Lidl als einziger Discounter einen pflanzlichen Warenkorb günstiger anbietet.
- tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/…naehrung-einzelhandel-100.html
Der Artikel der Tagesschau zeigt, dass der Markt für vegetarische und vegane Lebensmittel stark wächst, auch dank der Preisstrategien der Discounter, die pflanzliche Produkte zunehmend preiswerter anbieten.
Autor: MAnFred
Veröffentlicht am 4. August 2026
