Ablauf des Asylverfahrens in Deutschland
Ablauf: Ankunft/Registrierung → Erstaufnahme → Antragstellung BAMF → Anhörung → Entscheidung
Kategorie
Asyl, Kosten, Kriminalstatistik, Fluchtursachen.
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Ablauf: Ankunft/Registrierung → Erstaufnahme → Antragstellung BAMF → Anhörung → Entscheidung
Abschiebung bei fehlender Aufenthaltserlaubnis und fehlenden rechtlichen Hindernisgründen
Höchststand 2016: 745.600 Asylanträge (davon 722.400 Erstanträge)
BRD: Asylrecht ab 1949 als Grundgesetz-Menschenrecht (Art. 16a)
Art. 16a GG: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“
„Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg“
2022: 25 % der Erwerbstätigen in Deutschland mit Einwanderungsgeschichte
„Ausländer nutzen unser Asylsystem nur aus / Wirtschaftsflüchtlinge“
BAMF: Schutzquote 2024 bei ca. 46 %, Ablehnungsquote ca. 54 %
„Ausländer sind alle keine Fachkräfte“
IW-Studie: ca. 25 % der ausländischen Erwerbstätigen in akademischen Berufen tätig
„Ausländer sind alle kriminell“
PKS 2023: ca. 37 % der Tatverdächtigen ohne deutschen Pass, bei ca. 16,5 % Bevölkerungsanteil von Nicht-Deutschen
„Ausländer sind alle Sozialschmarotzer und arbeiten nicht“
Erwerbsquote Menschen mit Migrationshintergrund ca. 70 % (einheimisch: ca. 76 %)
„Ausländer wollen sich nicht integrieren“
BAMF 2022: ca. 91 % der Integrationskurs-Teilnehmenden bestehen die Sprachprüfung
„Dann nimm doch du bei dir daheim Flüchtlinge auf“
Argument gilt als Whataboutism/Ablenkungsmanöver
2023: Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Deutschland verabschiedet
Anwerbeabkommen: Italien 1955, Spanien/Griechenland 1960, Türkei 1961
Geburtenrate 1,32 Kinder pro Frau (2025), nötig für Bestandserhalt: 2,1
2015: über 1 Mio. Menschen, vor allem aus Syrien, Afghanistan, Irak, suchten Zuflucht in der EU
„Die Kultur und Religion der Ausländer passt nicht zu uns“
2023 (Destatis): ca. 28 % der Menschen in Deutschland mit Migrationshintergrund
Dublin-Verfahren seit 2003, Teil des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)
Frontex gegründet 2004 zur Unterstützung der EU-Außengrenzsicherung
Betrifft primär Ehepartner und minderjährige Kinder, in Ausnahmefällen weitere Angehörige
Rund 12 Mio. Deutsche aus ehemaligen Ostgebieten (Schlesien, Pommern, Ostpreußen) vertrieben/geflohen
Soziale Teilhabe umfasst Zugang zu Kultur, politischer Mitbestimmung, sozialen Netzwerken
Sprache gilt als zentraler Schlüssel für soziale Kontakte, Arbeit, Bildungszugang
Bundeshaushalt 2025 (Entwurf, Stand Februar 2025): 488,6 Mrd. €
Hauptkritikpunkte: lange Verfahrensdauer trotz gesetzlicher 6-Monats-Vorgabe
Migration: wirtschaftliche, politische, soziale, ökologische Ursachen
Populistische Parteien nutzen Migration verstärkt zur Wählermobilisierung
Unterzeichnet 1985 in Schengen, in Kraft seit 1995
Fünf Schutzformen: Asyl, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz, humanitäre Aufenthaltsgenehmigung, Duldung
Seit 2014 über 25.000 Ertrunkene im Mittelmeer (UNHCR/IOM)
Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) 1951, erweitert durch Zusatzprotokoll 1967
2024: ca. 122 Mio. internationale Migranten weltweit (ca. 1,5 % der Weltbevölkerung)
PKS 2025: 40,1 % aller Tatverdächtigen ohne deutschen Pass, bei 16,9 % Ausländeranteil an Bevölkerung
„Deutschland ist so unsicher“
Global Peace Index 2025: Deutschland auf Platz 20 von 163 Ländern, Kategorie „High“ (hohe Sicherheit)
Analyse 2023: bei Gewaltkriminalität-Berichten wurden Ausländer in 84,2 % der TV-Beiträge und 82 % der Zeitungsbeiträge als Tatverdächtige genannt (wenn Herkunft überhaupt genannt wurde)
2023: 8.951 Messerangriffe bei gefährlicher/schwerer Körperverletzung, 4.893 bei Raubdelikten
2024: 84.172 Fälle politisch motivierter Kriminalität insgesamt (BKA), höchster Wert seit 2017
ifo-Studie (Adema/Alipour, Februar 2025) analysiert PKS-Daten 2018–2023 auf Kreisebene
Extreme Dürren, Überschwemmungen, Stürme als wachsende Fluchtursache
Ende 2023: über 110 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht (UNHCR)
Wirtschaftliche Not, Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven als zentrale Fluchtgründe