Mediale Berichterstattung
Kernfakten
Analyse 2023: bei Gewaltkriminalität-Berichten wurden Ausländer in 84,2 % der TV-Beiträge und 82 % der Zeitungsbeiträge als Tatverdächtige genannt (wenn Herkunft überhaupt genannt wurde)
In der PKS lag der tatsächliche Ausländer-Anteil an den betrachteten Tatverdächtigen bei nur 33,3 %
Herkunftsnennung erfolgte nur in einem Teil der Beiträge: TV 29,8 % der Fälle, Zeitung 36,7 % der Fälle
Stichprobenbasis: 191 Tatverdächtige aus 269 TV-Beiträgen, 302 Tatverdächtige aus 376 Zeitungsbeiträgen
Einordnung (Katapult-Magazin): Medien berichten selektiv/sensationsheischend, wodurch ein verzerrtes Bild von Kriminalität entsteht
1 Min. Lesezeit
- Ausländer
- Deutsche
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| Kategorie | Ausländer | Deutsche |
|---|---|---|
| Fernsehen* | 84,2 % | 15,8 % |
| Zeitung** | 82,0 % | 18,0 % |
| Polizeiliche Kriminalitätsstatistik*** | 33,3 % | 66,7 % |
* 191 Tatverdächtige aus 269 TV-Beiträgen über Gewaltkriminalität in Deutschland; Nennung der Herkunft in 29,8% der Fälle
** 302 Tatverdächtige aus 376 Zeitungsbeiträgen über Gewaltkriminalität in Deutschland; Nennung der Herkunft in 36,7% der Fälle
*** 778.976 Tatverdächtige bei Straftaten gegen das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung und die persönliche Freiheit sowie Rohheitsdelikte
1 Quelle
- katapult-magazin.de/de/artikel/so-berichten-medien-ueber-gewalttaten
Der Artikel des unabhängigen und gemeinnützigen Katapult-Magazins zeigt, dass Medien über Gewalttaten oft sensationsheischend und selektiv berichten, wodurch ein verzerrtes Bild von Kriminalität entsteht. Durch den Fokus auf einzelne, emotionale Ereignisse wird die Gewaltbereitschaft überproportional betont, obwohl objektive Zahlen ein differenzierteres Bild liefern.
Autor: MAnFred
Veröffentlicht am 4. August 2026
