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AfD

Kernfakten

  • AfD gegründet 2013, seit 2017 im Bundestag

  • Unternehmenssteuer soll auf 25 % gesenkt werden, Familiensplitting geplant

  • Lehnt Pariser Klimaabkommen ab, fordert Austritt daraus

  • Fordert Abschaffung Bürgergeld sowie Dexit (EU-Austritt)

  • Setzt auf stärkere Zusammenarbeit mit Russland

3 Min. Lesezeit

Die AfD wurde 2013 gegründet und hat sich als eine der bekanntesten rechtspopulistischen Parteien Deutschlands etabliert. Sie begann als eurokritische Partei, entwickelte sich jedoch zunehmend zu einer nationalkonservativen Kraft, die besonders für ihre migrationskritische Haltung und Ablehnung etablierter Klimaschutzmaßnahmen bekannt ist. Die AfD ist seit 2017 im Bundestag vertreten und hat sich zu einer großen Oppositionspartei entwickelt, die mit ihrem Programmschwerpunkt auf nationaler Identität und Sicherheit besonders in den östlichen Bundesländern stark ist.

Kernpunkte des Wahlprogramms zur Bundestagswahl 2025:

Wirtschaft und Steuern:

Steuerreform: Die AfD plant eine drastische Senkung der Unternehmenssteuern auf 25 % sowie die Einführung eines Familiensplittings, das vor allem wohlhabendere Familien begünstigt. Sie erhofft sich dadurch mehr Investitionen und Wirtschaftswachstum, was jedoch die Steuerlast für untere Einkommensgruppen nicht spürbar senken würde.

Bürokratieabbau: Die AfD fordert die Einführung von „Entrümpelungsgesetzen“, um bürokratische Hürden für Unternehmen abzubauen und so die Wirtschaft flexibler zu gestalten. Dies könnte kurzfristig zu einer Erleichterung führen, birgt jedoch das Risiko, dass wichtige gesetzliche Schutzvorschriften, etwa für Arbeitnehmerrechte oder den Umweltschutz, untergraben werden.

Energie und Klima:

Klimaschutz: Die AfD lehnt die gängigen Klimaschutzmaßnahmen ab, da sie den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel als nicht belegt ansieht. Sie fordert den Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen und setzt auf eine stärkere Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Erdgas. Diese Haltung könnte die Energiewende bremsen und Deutschland im internationalen Wettbewerb um grüne Technologien zurückwerfen.

Energiepolitik: In ihrer Energiepolitik plädiert die AfD für die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken und eine stärkere Förderung fossiler Energieträger. Diese Position könnte kurzfristig zu einer Entlastung der Energiepreise führen, stellt jedoch einen Rückschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien dar.

Soziales und Familie:

Bürgergeld: Die AfD fordert die Abschaffung des Bürgergeldes und setzt auf eine strengere Grundsicherung. Diese könnte bei Arbeitsverweigerung oder fehlender Mitwirkung gekürzt werden. Ein solcher Ansatz zielt auf Eigenverantwortung und Arbeitsmotivation ab, könnte jedoch auch zu sozialen Spannungen führen, vor allem bei Langzeitarbeitslosen.

Rente: Die Partei setzt auf eine Rentenpolitik, die durch wirtschaftliches Wachstum und die Förderung von Arbeit im Alter gesichert werden soll. Dies könnte dazu beitragen, die Rentenkassen zu entlasten, stellt aber auch Herausforderungen hinsichtlich der Beschäftigung älterer Menschen dar.

Wohnen:

Im Wahlprogramm der AfD werden keine spezifischen Maßnahmen zum Thema Wohnen oder zur Bekämpfung der Wohnungsknappheit angesprochen, was darauf hinweist, dass die Partei hier keine signifikanten Veränderungen plant.

Migration und Integration:

Asylpolitik: Die AfD fordert eine konsequente Verschärfung der Asylpolitik mit einer stärkeren Kontrolle der Grenzen und der Auslagerung von Asylverfahren in Drittstaaten. Der Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte soll ausgesetzt werden. Diese Maßnahmen könnten zu einer spürbaren Reduzierung der Zuwanderung führen, allerdings auch humanitäre Bedenken aufwerfen.

Sozialleistungen: Zudem fordert die AfD eine drastische Reduzierung von Sozialleistungen für Ausreisepflichtige und Migranten, die in Deutschland keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben. Dies könnte die Integration erschweren und zu sozialen Spannungen führen.

Verteidigung und Außenpolitik:

Verteidigungsausgaben: Die AfD setzt sich für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts ein, was zur Stärkung der deutschen Militärkapazitäten führen würde. Ein solcher Schritt könnte zu einer besseren militärischen Bereitschaft Deutschlands beitragen, aber auch finanzielle Belastungen mit sich bringen.

EU-Austritt: In der Außenpolitik fordert die AfD den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union (Dexit). Die Partei lehnt die aktuelle Form der EU als zu bürokratisch ab und möchte eine stärkere Zusammenarbeit mit Russland anstreben. Ein solcher Schritt würde Deutschland sowohl wirtschaftlich als auch politisch isolieren und könnte zu erheblichen internationalen Spannungen führen.

Analyse der möglichen Auswirkungen des Wahlprogramms:

Die Steuerreformen könnten dazu beitragen, Investitionen und Wirtschaftswachstum zu fördern, allerdings zugunsten höherer Einkommensgruppen und mit der Gefahr einer wachsenden Einkommensungleichheit. Die Ablehnung des Klimawandels und der Fokus auf fossile Brennstoffe könnten Deutschland im internationalen Wettbewerb um grüne Technologien zurückwerfen und die nationalen Klimaziele gefährden.

Im Sozialbereich könnte die Abschaffung des Bürgergeldes zu einer stärkeren Arbeitsmotivation führen, doch auch soziale Spannungen und Konflikte hervorrufen, insbesondere bei Langzeitarbeitslosen und Migranten. Die restriktive Asylpolitik könnte in einer humanitären Krise resultieren und das Bild Deutschlands in der internationalen Gemeinschaft negativ beeinflussen.

Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben und die Wiederbelebung des Nationalismus durch den EU-Austritt könnten zwar das Sicherheitsgefühl in Deutschland stärken, gleichzeitig jedoch zu einer internationalen Isolierung und zu wirtschaftlichen Unsicherheiten führen. Die möglichen diplomatischen Spannungen, die durch einen Dexit und die Annäherung an Russland entstehen könnten, würden die internationale Rolle Deutschlands erheblich schwächen.

Insgesamt verfolgt die AfD eine national ausgerichtete Politik, die auf Unabhängigkeit und Eigenständigkeit setzt, jedoch die Zusammenarbeit in Europa und international gefährden könnte.

2 Quellen

  1. afd.de/wahlprogramm25

    Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025.

  2. afd.de

    Webseite der AfD.

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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