Seltene Erden
Kernfakten
Seltene Erden (REMs): Gruppe von 17 chemischen Elementen, u. a. Neodym, Dysprosium, Terbium, Praseodym
Anteil Seltener Erden am Gesamtmaterialverbrauch eines E-Autos: etwa 25–30 %
China kontrolliert etwa 80 % der globalen Produktion Seltener Erden – geopolitische Abhängigkeit
Neodym und Dysprosium hauptsächlich in Permanentmagneten der Elektromotoren verwendet
Recyclingprozess von Seltenen Erden bislang noch nicht ausgereift
2 Min. Lesezeit
Seltene Erden (REMs) sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen, die aufgrund ihrer einzigartigen magnetischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften in zahlreichen modernen Technologien eine wichtige Rolle spielen. Besonders in der E-Mobilität finden sie Verwendung in Batterien, Elektromotoren und Magneten.
Erklärung und Verwendung von Seltenen Erden
Seltene Erden umfassen Elemente wie Neodym, Dysprosium, Terbium und Praseodym. Diese werden aufgrund ihrer besonderen physikalischen Eigenschaften in der Herstellung von Hochleistungsmagneten, die für Elektromotoren und Generatoren benötigt werden, eingesetzt. Die am häufigsten verwendeten Elemente in E-Autos sind Neodym und Dysprosium. Sie finden sich in den Permanentmagneten, die die Motoren antreiben, sowie in Batterien wie den Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien und Nickel-Metallhydrid-Batterien.
Verwendung im E-Auto
In einem typischen Elektromotor eines E-Autos kommen diese Seltenen Erden besonders in den Magneten vor, die dafür sorgen, dass der Motor effizient arbeitet. Der Einsatz von Neodym und Dysprosium in diesen Magneten sorgt für hohe Magnetkraft und somit für die Leistungsfähigkeit des Motors. In den Batterien von Elektroautos werden Seltene Erden auch in Anoden und Kathoden verwendet, die zu einer höheren Energieeffizienz und Leistung beitragen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Seltene Erden auch eine Rolle in der Recyclingtechnik spielen, um die Wiederverwendung von Materialien zu fördern und die Umweltauswirkungen zu minimieren.
Anteile (%) von Elektromobilität im Segment Seltene Erden
Laut einer Studie des Internationalen Energie-Agencys (IEA) und anderer Fachquellen ist die Elektromobilität der größte Einzelverbraucher von Seltenen Erden im Bereich der Verkehrstechnologien. Schätzungen zufolge liegt der Anteil der Seltenen Erden in einem E-Auto bei etwa 25–30% des Gesamtverbrauchs der Materialien in der Automobilproduktion. Besonders der Bedarf an Neodym und Dysprosium wird durch die zunehmende Nachfrage nach Elektroautos und E-Mobilität voraussichtlich weiter steigen.
Herausforderungen und Kritik
Die Verwendung von Seltenen Erden in E-Autos wird zunehmend hinterfragt, da deren Abbau mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden ist, darunter Verschmutzung und Zerstörung von Lebensräumen. Zudem sind die Vorkommen dieser Ressourcen vor allem in wenigen Ländern konzentriert, darunter China, das etwa 80% der globalen Produktion kontrolliert. Dies führt zu geopolitischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten.
Zudem ist der Recyclingprozess von Seltenen Erden bislang noch nicht so ausgereift, wie er sein sollte. Der Fortschritt im Bereich Recycling und der Entwicklung von Alternativen zu Seltenen Erden für Elektromotoren und Batterien wird eine wichtige Rolle in der nachhaltigen Entwicklung der E-Mobilität spielen.
Fazit
Seltene Erden sind von entscheidender Bedeutung für die Herstellung von Elektromotoren und Batterien in E-Autos und machen einen beträchtlichen Teil des Gesamtverbrauchs von Seltenen Erden aus. Der Markt für diese Materialien wird voraussichtlich weiter wachsen, da die Nachfrage nach E-Mobilität steigt. Gleichzeitig müssen jedoch Lösungen gefunden werden, um die Umweltauswirkungen des Abbaus zu reduzieren und die Recyclingtechnologien zu verbessern.
3 Quellen
- iea.org/reports/rare-earth-elements
Der IEA-Bericht zu Seltenen Erden untersucht die Nachfrage und das Angebot dieser Materialien im Kontext der Energiewende
- oeko.de/fileadmin/pdfs/oekodoc/1110/2011-001-de.pdf
Das umweltwissenschaftliche Datenblatt des Öko-Instituts zu Seltenen Erden schlüsselt die konkreten Einsatzbereiche in Zukunftstechnologien auf und analysiert die mit der Gewinnung im Bergbau verbundenen ökologischen Risiken und Giftabfälle.
- umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/rep0850.pdf
Der Bericht des Umweltbundesamts beleuchtet die kritischen Rohstoffe für die Elektromobilität, wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden, und die steigende Nachfrage bis 2050.
Autor: MAnFred
Veröffentlicht am 4. August 2026
