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Ausstieg aus Verbrennungsmotoren

Kernfakten

  • Deutschland: Beitritt zur IZEVA, Ziel Nullemissions-Pkw spätestens 2050

  • EU: Ab 2035 nur noch CO2-freie Neuwagen zulassbar, E-Fuel-Verbrenner bleiben erlaubt, Bestandsschutz für Altfahrzeuge

  • Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Stand Januar 2025): Entscheidung bringt Klimaschutz und Planungssicherheit

  • Kalifornien (USA) plant Verbot von Neuwagen mit Benzinmotor bis 2035; kein einheitliches US-Bundesverbot

  • China: Klimaneutralitätsziel bis 2060, kein festes Verbrenner-Verbotsdatum, hoher Anteil E-Busse

2 Min. Lesezeit

Der Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen ist ein zentrales Element der globalen Bemühungen zur Erreichung von Klimaneutralität. Die Strategien und Fortschritte variieren jedoch erheblich zwischen verschiedenen Ländern und Automobilherstellern.

Deutschland:

Deutschland hat sich mit dem Beitritt zur International Zero Emission Vehicle Alliance (IZEVA) verpflichtet, bis spätestens 2050 alle neuen Pkw als Nullemissionsfahrzeuge zu verkaufen.

Ab 2035 dürfen in der Europäischen Union nur noch Neuwagen zugelassen werden, die kein CO₂ ausstoßen. Dies bedeutet, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren weiterhin zugelassen werden können, sofern sie mit klimaneutralen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, betrieben werden. Die EU-Kommission hat zugesagt, einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten, der auch Pkw und leichte Nutzfahrzeuge umfasst. Für vor 2035 erworbene Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gilt ein Bestandschutz, sodass diese weiterhin betrieben und gehandelt werden dürfen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Stand: Januar 2025) betont, dass diese Entscheidung ein klares Signal für mehr Klimaschutz setzt und zugleich Planungssicherheit für die Automobilindustrie bietet. Sie sieht darin einen weiteren Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität.

USA:

In den USA gibt es auf Bundesebene kein einheitliches Verbot für Verbrennungsmotoren. Einige Bundesstaaten, wie Kalifornien, haben jedoch eigene Ziele festgelegt. Kalifornien plant, den Verkauf neuer benzinbetriebener Pkw und leichter Nutzfahrzeuge bis 2035 zu verbieten. Andere Bundesstaaten wie New York und New Jersey haben ähnliche Ziele angekündigt, jedoch ohne offizielle Durchführungsverordnungen.

China:

China hat angekündigt, bis 2060 klimaneutral zu werden, was impliziert, dass der Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bis dahin auslaufen soll. Derzeit gibt es jedoch kein festes Datum für ein Verbot von Verbrennungsmotoren. Das Land investiert massiv in die Elektromobilität und hat bereits einen bedeutenden Anteil an elektrisch betriebenen Bussen.

Vorbildfunktion von Deutschland und der EU

Deutschland und die Europäische Union nehmen eine zentrale Rolle in der globalen Verkehrswende ein. Mit ambitionierten Klimazielen, wie dem Verbot neuer Verbrennungsmotoren ab 2035, setzen sie weltweit Maßstäbe. Diese Maßnahmen beeinflussen nicht nur die eigene Industrie, sondern dienen auch als Referenz für andere Staaten und Regionen. Länder wie China und die USA beobachten die Entwicklungen in Europa genau und passen ihre Strategien teilweise an. Zudem fordern internationale Unternehmen einheitliche Standards, um Produktions- und Innovationsprozesse zu optimieren. Die EU zeigt mit ihrer Vorreiterrolle, dass eine nachhaltige Mobilitätswende möglich ist und setzt damit entscheidende Impulse für den globalen Klimaschutz.

Automobilkonzerne:

Viele globale Automobilhersteller haben eigene Pläne zum Ausstieg aus der Produktion von Verbrennungsmotoren angekündigt. Einige europäische Hersteller streben an, bis 2035 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge zu produzieren. Diese Ziele variieren jedoch je nach Unternehmen und Marktstrategie.

Gesetzliche Regelungen und der Weg zur Klimaneutralität:

Die gesetzlichen Regelungen zum Ausstieg aus Verbrennungsmotoren unterscheiden sich weltweit erheblich. Während einige Länder und Regionen konkrete Verbote und Zeitpläne festgelegt haben, setzen andere auf Anreize und Marktmechanismen, um den Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen zu fördern. Der Weg zur Klimaneutralität erfordert sowohl strenge gesetzliche Vorgaben als auch Investitionen in Infrastruktur und Technologie, um den Übergang zu nachhaltiger Mobilität zu unterstützen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genannten Pläne und Ziele kontinuierlich weiterentwickelt werden und von politischen, wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungen beeinflusst werden können.

2 Quellen

  1. bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/verbrennermotoren-2058450

    Der Artikel beschreibt das geplante EU-Verbot für Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren ab 2035, wobei klimaneutrale eFuels weiterhin erlaubt bleiben.

  2. live.handelsblatt.com/vergleich-der-regularien-in-euusa-und-china

    Der Artikel bietet einen umfassenden Vergleich der Regularien und Strategien zur Förderung der Elektromobilität in der EU, den USA und China, einschließlich ihrer jeweiligen Ziele zur Reduzierung von CO₂-Emissionen und der Unterstützung für New Energy Vehicles (NEVs).

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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