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MAnFred

Die Behauptung

Remigration

Kernfakten

  • Forderung nach Rückkehr von Migranten und Menschen ohne „deutsche“ Abstammung in Herkunftsländer

  • Kernbegriff im Diskurs der Identitären Bewegung

  • Martin Sellner prominentester Vertreter und Wortführer dieser Forderung in Deutschland

  • Wird von Wissenschaftlern und Menschenrechtsorganisationen als rassistisch und diskriminierend eingestuft

  • Begriff zentral im Potsdamer Treffen, das die größten Proteste gegen Rechtsextremismus in der BRD-Geschichte auslöste

2 Min. Lesezeit

Der Begriff „Remigration“ wird häufig von rechtsextremen Bewegungen verwendet und bezeichnet die Rückkehr von Migranten in ihre Herkunftsländer. In diesem Zusammenhang wird „Remigration“ oft als politisches Ziel formuliert, das durch verschiedene rechtsextreme Gruppen gefordert wird. Die Anhänger dieser Ideologie betrachten Migration als eine Bedrohung für die kulturelle Identität und den sozialen Zusammenhalt von Nationen. Sie argumentieren, dass Menschen, die in Deutschland oder anderen europäischen Ländern leben, aber nicht „deutscher“ Abstammung sind, irgendwann in ihre Herkunftsländer zurückkehren sollten. Dieser Begriff wird oft in Verbindung mit einer Ablehnung der multikulturellen Gesellschaft verwendet.

Die Bewegung hinter der Remigration

„Remigration“ ist ein Kernbestandteil des Diskurses der sogenannten „Identitären Bewegung“, die in den letzten Jahren in Europa, auch in Deutschland, an Einfluss gewonnen hat. Die Identitäre Bewegung ist eine rechtsextreme Gruppierung, die gegen Migration und den angeblichen Verlust der nationalen Identität kämpft. Sie propagiert, dass Europa seine ethnische und kulturelle Reinheit bewahren sollte und verweist dabei auf die „Gefährdung“ durch nicht-weiße Migranten. „Remigration“ wird hier als eine Lösung angeboten, um die angebliche „Überfremdung“ zu stoppen.

Ein prominentes Gesicht dieser Bewegung in Deutschland ist Martin Sellner, ein österreichischer Aktivist, der in den letzten Jahren zunehmend als Sprecher der Identitären Bewegung in den deutschsprachigen Raum bekannt wurde. Sellner und andere Aktivisten forderten unter anderem beim vielbeachteten Potsdamer Treffen im November 2023 – laut der Correctiv-Recherche darüber – nicht nur eine Reduzierung der Migration, sondern auch die Rückführung von Migranten in ihre Herkunftsländer. Diese Forderungen werden unter anderem durch Kampagnen und öffentliche Demonstrationen unterstützt.

Hintergründe und Ziele

Der Begriff der „Remigration“ ist nicht nur ein Ausdruck des rechtsextremen Gedankenguts, sondern auch eine Reaktion auf die Veränderungen, die in den letzten Jahrzehnten durch Zuwanderung und Globalisierung in Europa stattgefunden haben. Rechtsextreme Gruppen nutzen diese Veränderungen, um Ängste und Unsicherheiten innerhalb der Bevölkerung zu schüren und eine angebliche Rückkehr zu einem „authentischen“ nationalen und kulturellen Selbstverständnis zu propagieren. Remigration als Ziel soll dabei eine reinere, homogenere Gesellschaft schaffen, die gegen die von den Bewegungen als „Bedrohung“ wahrgenommenen multikulturellen Entwicklungen geschützt wird.

Dabei wird „Remigration“ oft als angeblich „natürliche“ Lösung verkauft, ohne die tatsächlichen humanitären, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen dieser Forderung zu berücksichtigen. Es wird auch häufig übersehen, dass Migration in vielen Fällen eine zukunftsweisende und bereichernde Erfahrung für beide Seiten darstellt. So wird „Remigration“ nicht nur als eine radikale Forderung verstanden, sondern als eine ideologische Kampfansage gegen die Integration und das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen kulturellen Kontexten.

Fazit: Eine gefährliche Ideologie

Die Forderung nach „Remigration“ im rechtsextremen Kontext hat zunehmend die politische Landschaft in Europa beeinflusst. Sie steht im Widerspruch zu den Grundwerten einer demokratischen Gesellschaft, die Vielfalt, Integration und Inklusion schätzt. Gleichzeitig wird sie von vielen Wissenschaftlern und Menschenrechtsorganisationen als rassistisch und diskriminierend betrachtet. Die Verbreitung dieser Ideologie zeigt, wie Rechtsextremismus immer wieder neue Formen annimmt und sich an aktuelle gesellschaftliche Veränderungen anpasst.

Es ist wichtig, den gefährlichen Diskurs um „Remigration“ zu erkennen und sich dagegen zu stellen, um eine Gesellschaft zu fördern, die auf Toleranz, Respekt und sozialer Verantwortung basiert.

2 Quellen

  1. migrationsbegriffe.de/remigration

    Der Artikel auf der Webseite „Migrationsbegriffe“ erklärt den Begriff „Remigration“ als eine politisch motivierte Forderung nach der Rückkehr von Migranten in ihre Herkunftsländer, die vor allem von rechtsextremen Gruppierungen propagiert wird.

  2. br.de/nachrichten/deutschland-welt/re…t-gemeint-und-was-noch,UZkPlw2

    Der Artikel des Bayrischen Rundfunks erklärt „Remigration“ als die Idee einer Rückkehr von Migranten in ihre Heimatländer, die in der politischen Debatte vor allem von rechtsextremen Gruppen unterstützt wird und mit der Forderung nach einer Verringerung der Migration verbunden ist.

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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