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Nationalismus im Rechtsextremismus: Eine Ideologie der Exklusion

Kernfakten

  • Definiert Nationszugehörigkeit über ethnische/rassische statt staatsbürgerliche Kriterien

  • Betont Konzept „ethnischer Reinheit“ zur Rechtfertigung von Ausgrenzung

  • Staat wird als kultureller/ethnischer „Wächter“ verstanden

  • Lehnt Multikulturalismus strikt ab, fordert strengere Einwanderungspolitik

  • Historisch treibende Kraft hinter Zweitem Weltkrieg, heute Gewalt gegen Minderheiten

2 Min. Lesezeit

Nationalismus ist eine zentrale Ideologie des Rechtsextremismus und spielt eine bedeutende Rolle in den politischen Bewegungen, die sich durch extreme nationale Identität und die Ablehnung von Fremden oder Minderheiten auszeichnen. Rechtsextremer Nationalismus beruht auf der Vorstellung, dass die Zugehörigkeit zu einem Volk oder einer Nation durch ethnische, kulturelle oder rassische Merkmale definiert wird. Diese Definition von Nationalität führt oft zu einer exklusiven Haltung gegenüber Menschen, die als „anders“ oder „fremd“ wahrgenommen werden, insbesondere Migranten, ethnischen Minderheiten oder Menschen, die nicht den nationalen Normen entsprechen.

Die Grundlagen des rechtsextremen Nationalismus

Der rechtsextreme Nationalismus stützt sich auf eine übersteigerte Form von Patriotismus, die den eigenen Nationalstaat über alles andere stellt und alle anderen Staaten und Kulturen als minderwertig oder gar feindlich betrachtet. Im Gegensatz zum demokratischen Nationalismus, der die Zugehörigkeit zu einem Land durch staatsbürgerliche Kriterien definiert, betont der rechtsextreme Nationalismus oft eine biologische, ethnische oder rassische Grundlage der Nation. Dieser Begriff der „ethnischen Reinheit“ wird häufig als Rechtfertigung für Ausgrenzung und Diskriminierung verwendet, was den Zugang zum „nationalen Kollektiv“ auf bestimmte Gruppen beschränkt.

Nationalismus und die Rolle des Staates

Im rechtsextremen Nationalismus wird der Staat nicht nur als politische Institution verstanden, sondern auch als kultureller und ethnischer Wächter. Nationalismus im rechtsextremen Kontext fordert oft eine Rückkehr zu einer „echten“ nationalen Identität, die durch ethnische Homogenität und eine starke Ablehnung des Multikulturalismus gekennzeichnet ist. Viele rechtsextreme Bewegungen sehen den multikulturellen Ansatz als Bedrohung für die nationale Einheit und fordern die Durchsetzung einer strengeren Einwanderungspolitik sowie die Förderung von „nationaler Reinheit“.

Nationalismus und die Gefahr der Gewalt

Historisch betrachtet war der rechtsextreme Nationalismus eine der treibenden Kräfte hinter zahlreichen kriegerischen Konflikten und Formen politischer Gewalt, wie etwa dem Zweiten Weltkrieg. In der heutigen Zeit manifestiert sich dieser Nationalismus oft in gewalttätigen Übergriffen gegen Minderheiten, Migranten und politische Gegner. Rechtsextreme Gruppen sehen die Gewalt gegen „Fremde“ oft als notwendig an, um die „nationale Ordnung“ zu bewahren und die „nationale Identität“ zu schützen.

Fazit: Eine gefährliche Ideologie

Der Rechtsextremismus, der durch Nationalismus geprägt ist, ist eine Ideologie, die auf Trennung, Exklusion und häufig auf Gewalt setzt. Sie stellt eine Bedrohung für gesellschaftliche Integration und Vielfalt dar und gefährdet die demokratischen Prinzipien von Gleichheit und Toleranz. Nationalismus im rechtsextremen Spektrum ist ein Element, das nicht nur gegen Ausländer und Minderheiten gerichtet ist, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die fundamentalen Werte einer offenen Gesellschaft in Frage stellt.

2 Quellen

  1. library.fes.de/library/netzquelle/zwa…migration/21nationalismus.html

    Der Artikel der Friedrich-Ebert-Stiftung beleuchtet, dass Nationalismus im rechtsextremen Kontext oft mit der Forderung nach einer ethnisch homogenen Nation verbunden ist, die Migranten und Minderheiten ausschließt.

  2. lfv.bayern.de/themen/rechtsextremismus

    Die Themenseite des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz beschreibt überhöhten Nationalismus als zentrales Ideologiemerkmal des Rechtsextremismus, das die eigene Nation über alles stellt und das Individuum der „Volksgemeinschaft“ unterordnet.

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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