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MAnFred

Die Machtergreifung

Kernfakten

  • NSDAP erreichte 1932 bei Reichstagswahlen rund 37% der Stimmen, stärkste Partei

  • Hindenburg ernannte Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler

  • Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 diente zur Aufhebung bürgerlicher Freiheitsrechte

  • Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933 setzte Weimarer Verfassung de facto außer Kraft

  • „Nacht der langen Messer“ Juni 1934: Zerschlagung der SA, Machtkonsolidierung

2 Min. Lesezeit

Die Machtergreifung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) unter Adolf Hitler ist eines der zentralen Ereignisse in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die politischen und sozialen Rahmenbedingungen nach dem Ersten Weltkrieg, die Unzufriedenheit vieler Deutscher mit der Weimarer Republik und die Weltwirtschaftskrise begünstigten das Aufstreben der NSDAP.

Erste Erfolge der NSDAP

Nach der Gründung der NSDAP 1920 und der gescheiterten „Hitler-Putsch“-Versuchs 1923, bei dem Hitler versuchte, die Regierung gewaltsam zu stürzen, begann die Partei, sich politisch neu zu organisieren. In den späten 1920er Jahren, während der Weltwirtschaftskrise, gewann die NSDAP zunehmend an Einfluss. Die hohe Arbeitslosigkeit und die sozialen Unruhen trugen dazu bei, dass viele Menschen die radikale, nationalistische und antikommunistische Rhetorik der Partei unterstützten. 1932 erreichte die NSDAP bei den Reichstagswahlen rund 37% der Stimmen und wurde damit zur stärksten Partei im Deutschen Reich.

Ernennung Hitlers zum Reichskanzler

Trotz dieses Erfolges war die NSDAP im Jahr 1932 noch nicht in der Lage, eine Alleinregierung zu bilden, da sie keine absolute Mehrheit hatte. In einem politischen Spiel aus Intrigen und Machtverhandlungen war es schließlich der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg, der Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte. Dies war ein entscheidender Schritt zur Erringung der Macht, da Hitler nun offiziell die Regierung führte.

Der Reichstagsbrand und die Notverordnung

Nur wenige Wochen nach seiner Ernennung zum Reichskanzler ereignete sich der Reichstagsbrand am 27. Februar 1933. Dieser wurde von den Nationalsozialisten genutzt, um die politische Opposition zu dämonisieren. Hitler überzeugte Hindenburg, eine Reichstagsbrandverordnung zu erlassen, die zahlreiche bürgerliche Freiheitsrechte außer Kraft setzte. Die Verordnung ermöglichte es der Regierung, Kommunisten und andere Gegner der NSDAP zu verhaften und die Zensur zu verschärfen.

Das Ermächtigungsgesetz

Am 23. März 1933 wurde das Ermächtigungsgesetz im Reichstag verabschiedet, das der Regierung unter Hitler weitreichende Vollmachten verlieh. Das Gesetz ermöglichte es der NSDAP, Gesetze ohne Zustimmung des Reichstags zu erlassen, wodurch die Weimarer Verfassung de facto außer Kraft gesetzt wurde. Mit diesem Gesetz sicherte sich Hitler die Möglichkeit, seine diktatorische Herrschaft zu etablieren, ohne formale parlamentarische Zustimmung einholen zu müssen.

Zerschlagung der politischen Opposition

Nach der Erlangung der Vollmachten begannen die Nationalsozialisten systematisch, alle politischen Gegner zu unterdrücken. Parteien wurden verboten, Gewerkschaften aufgelöst und oppositionelle Gruppen wie die Kommunisten und Sozialdemokraten wurden verfolgt. Schon bald nach der Machtergreifung war die politische Landschaft in Deutschland weitgehend entmachtet, und die NSDAP wurde zur einzigen legalen Partei.

Die Konsolidierung der Macht

Der endgültige Schritt in der Konsolidierung der Macht erfolgte mit der „Nacht der langen Messer“ im Juni 1934, als Hitler die SA, eine paramilitärische Organisation innerhalb der NSDAP, zerschlug, um die Kontrolle der Reichswehr und der Eliten zu sichern. Kurz darauf starb auch Reichspräsident Hindenburg, was es Hitler ermöglichte, die Ämter des Reichspräsidenten und Reichskanzlers zu vereinen und sich selbst zum „Führer und Reichskanzler“ zu ernennen.

Fazit

Die Machtergreifung der NSDAP war ein schrittweiser Prozess, der durch geschickte politische Taktik, Gewalt und Unterdrückung der Opposition sowie die Ausnutzung von Krisensituationen wie dem Reichstagsbrand und der Wirtschaftskrise vorangetrieben wurde. In weniger als einem Jahr nach seiner Ernennung zum Reichskanzler hatte Hitler die totale Kontrolle über Deutschland erlangt, was die Grundlage für die nationalsozialistische Diktatur und die beginnenden Verbrechen des Zweiten Weltkriegs legte.

2 Quellen

  1. mdr.de/geschichte/ns-zeit/politik-ges…macht-deutsches-reich-104.html

    Der Artikel auf MDR beleuchtet den Aufstieg der NSDAP und Adolf Hitlers, der durch geschickte politische Manöver, die Ausnutzung der politischen Instabilität und die Schwächen der Weimarer Republik zur totalen Machtübernahme führte.

  2. bpb.de/themen/politisches-system/poli…demokratie-und-machtuebernahme

    Der Artikel auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung erklärt, wie die NSDAP durch gezielte politische Strategien und die Ausnutzung von Krisen die Weimarer Demokratie untergrub und Hitler schließlich die alleinige Macht erlangte.

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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