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MAnFred

Begrifflichkeiten

2 Min. Lesezeit

Geschlechtliche Identität

Gender: Soziales und kulturelles Geschlecht – beschreibt Rollen, Erwartungen und Identitäten jenseits biologischer Merkmale.

Cisgender (cis): Bezeichnung für Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.

Transgender (trans): Überbegriff für Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht entspricht.

Nicht-binär: Bezeichnung für Menschen, die sich nicht (nur) als männlich oder weiblich identifizieren.

Intergeschlechtlich: Menschen, deren körperliche Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig männlich oder weiblich sind.

Genderqueer: Identität außerhalb traditioneller Geschlechternormen, oft synonym mit nicht-binär verwendet.

Geschlechtsidentität: Das innere Wissen oder Gefühl einer Person, welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlt.

Geschlechtsausdruck: Die Art, wie eine Person ihr Geschlecht durch Kleidung, Verhalten oder Auftreten zeigt.

Transition: Der Prozess, in dem trans Personen ihre Geschlechtsidentität leben – medizinisch, sozial oder juristisch.

Deadname: Der frühere, meist nicht mehr verwendete Vorname einer trans Person.

Misgendern: Eine Person absichtlich oder unabsichtlich mit falschem Geschlecht ansprechen.

Selbstbestimmungsgesetz: Gesetz, das in Deutschland seit 2024 die Änderung von Namen und Geschlechtseintrag erleichtert.

Sexuelle Orientierung

Heterosexuell: Sexuelle Anziehung zum „anderen“ Geschlecht (z. B. Frau liebt Mann).

Homosexuell: Sexuelle Anziehung zum „gleichen“ Geschlecht (z. B. Mann liebt Mann, Frau liebt Frau).

Lesbisch: Bezeichnung für homosexuelle Frauen.

Schwul: Bezeichnung für homosexuelle Männer (auch inklusiver verwendet).

Bisexuell: Anziehung zu mehr als einem Geschlecht (nicht zwingend gleich stark).

Pansexuell: Anziehung unabhängig vom Geschlecht einer Person.

Asexuell: Keine oder nur sehr geringe sexuelle Anziehung zu anderen Menschen.

Demisexuell: Sexuelle Anziehung entsteht nur bei starker emotionaler Bindung.

Allosexuell: Oberbegriff für Menschen mit sexueller Anziehung (Gegenteil von asexuell).

Queer: Sammelbegriff für alle nicht-heteronormativen Identitäten oder Orientierungen.

Weitere Begriffe

LGBTQIA+: Abkürzung für lesbisch, schwul, bi, trans, queer, inter, asexuell + weitere Identitäten.

Outing: Der Prozess, in dem eine Person ihre Identität offenbart – z. B. als trans oder homosexuell.

Coming-out: Der Moment oder Prozess, in dem jemand die eigene sexuelle oder geschlechtliche Identität öffentlich macht.

Heteronormativität: Annahme, dass Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit „normal“ oder „natürlich“ seien.

Diskriminierung: Ungleichbehandlung oder Benachteiligung aufgrund von Identität oder Orientierung.

Ally (Verbündete*r): Person, die sich solidarisch mit queeren Menschen zeigt, ohne selbst betroffen zu sein.

Pride: Stolz auf die eigene queere Identität und die dazugehörige Kultur und Geschichte.

bed nucleus of the stria terminalis (BNST): Hirnstruktur, die u. a. mit Geschlechtsidentität assoziiert wird und geschlechtsspezifische Unterschiede aufweisen kann.

2 Quellen

  1. bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleich…schlechtlichen-vielfalt-256152

    Das LSBTIQ*-Glossar des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erklärt dieselben Begriffe amtlich - cis, trans, inter, nicht-binär und queer - und ist damit die behördliche Entsprechung zu diesem Glossar.

  2. bpb.de/themen/gender-diversitaet/geschlechtliche-vielfalt-trans

    Das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zu geschlechtlicher Vielfalt erläutert die Begriffe, die dieses Glossar aufführt – von trans und nicht-binär bis intergeschlechtlich – und ordnet sie gesellschaftlich ein.

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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