Begrifflichkeiten
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Geschlechtliche Identität
Gender: Soziales und kulturelles Geschlecht – beschreibt Rollen, Erwartungen und Identitäten jenseits biologischer Merkmale.
Cisgender (cis): Bezeichnung für Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt.
Transgender (trans): Überbegriff für Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht entspricht.
Nicht-binär: Bezeichnung für Menschen, die sich nicht (nur) als männlich oder weiblich identifizieren.
Intergeschlechtlich: Menschen, deren körperliche Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig männlich oder weiblich sind.
Genderqueer: Identität außerhalb traditioneller Geschlechternormen, oft synonym mit nicht-binär verwendet.
Geschlechtsidentität: Das innere Wissen oder Gefühl einer Person, welchem Geschlecht sie sich zugehörig fühlt.
Geschlechtsausdruck: Die Art, wie eine Person ihr Geschlecht durch Kleidung, Verhalten oder Auftreten zeigt.
Transition: Der Prozess, in dem trans Personen ihre Geschlechtsidentität leben – medizinisch, sozial oder juristisch.
Deadname: Der frühere, meist nicht mehr verwendete Vorname einer trans Person.
Misgendern: Eine Person absichtlich oder unabsichtlich mit falschem Geschlecht ansprechen.
Selbstbestimmungsgesetz: Gesetz, das in Deutschland seit 2024 die Änderung von Namen und Geschlechtseintrag erleichtert.
Sexuelle Orientierung
Heterosexuell: Sexuelle Anziehung zum „anderen“ Geschlecht (z. B. Frau liebt Mann).
Homosexuell: Sexuelle Anziehung zum „gleichen“ Geschlecht (z. B. Mann liebt Mann, Frau liebt Frau).
Lesbisch: Bezeichnung für homosexuelle Frauen.
Schwul: Bezeichnung für homosexuelle Männer (auch inklusiver verwendet).
Bisexuell: Anziehung zu mehr als einem Geschlecht (nicht zwingend gleich stark).
Pansexuell: Anziehung unabhängig vom Geschlecht einer Person.
Asexuell: Keine oder nur sehr geringe sexuelle Anziehung zu anderen Menschen.
Demisexuell: Sexuelle Anziehung entsteht nur bei starker emotionaler Bindung.
Allosexuell: Oberbegriff für Menschen mit sexueller Anziehung (Gegenteil von asexuell).
Queer: Sammelbegriff für alle nicht-heteronormativen Identitäten oder Orientierungen.
Weitere Begriffe
LGBTQIA+: Abkürzung für lesbisch, schwul, bi, trans, queer, inter, asexuell + weitere Identitäten.
Outing: Der Prozess, in dem eine Person ihre Identität offenbart – z. B. als trans oder homosexuell.
Coming-out: Der Moment oder Prozess, in dem jemand die eigene sexuelle oder geschlechtliche Identität öffentlich macht.
Heteronormativität: Annahme, dass Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit „normal“ oder „natürlich“ seien.
Diskriminierung: Ungleichbehandlung oder Benachteiligung aufgrund von Identität oder Orientierung.
Ally (Verbündete*r): Person, die sich solidarisch mit queeren Menschen zeigt, ohne selbst betroffen zu sein.
Pride: Stolz auf die eigene queere Identität und die dazugehörige Kultur und Geschichte.
bed nucleus of the stria terminalis (BNST): Hirnstruktur, die u. a. mit Geschlechtsidentität assoziiert wird und geschlechtsspezifische Unterschiede aufweisen kann.
2 Quellen
- bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleich…schlechtlichen-vielfalt-256152
Das LSBTIQ*-Glossar des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erklärt dieselben Begriffe amtlich - cis, trans, inter, nicht-binär und queer - und ist damit die behördliche Entsprechung zu diesem Glossar.
- bpb.de/themen/gender-diversitaet/geschlechtliche-vielfalt-trans
Das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zu geschlechtlicher Vielfalt erläutert die Begriffe, die dieses Glossar aufführt – von trans und nicht-binär bis intergeschlechtlich – und ordnet sie gesellschaftlich ein.
Autor: MAnFred
Veröffentlicht am 4. August 2026
