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MAnFred

Die Behauptung

Nur erneuerbare Energie reicht nicht: Dunkelflaute & Co

Kernfakten

  • Dunkelflaute: Periode mit wenig Sonne und Wind, kann mehrere Tage bis Wochen andauern

  • Bewältigung durch Energiespeicher, Stromimporte und Netzlaststeuerung

  • Wasserstoff gewinnt als Langzeitspeicher an Bedeutung

  • Verfügbare Speicher reichen aktuell nicht für lange Dunkelflauten aus

  • Erdgas bleibt bis zur Skalierung von Alternativen wichtiges Reservekraftwerk

1 Min. Lesezeit

Erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie sind zentrale Bausteine der Energiewende. Allerdings gibt es wetterbedingte Schwankungen in der Erzeugung: Besonders problematisch ist die sogenannte Dunkelflaute – eine Periode mit geringer Sonneneinstrahlung und schwachem Wind. Diese kann über mehrere Tage oder Wochen anhalten und führt dazu, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stark sinkt, während der Energiebedarf konstant bleibt.

Aktuelle Maßnahmen zur Bewältigung der Dunkelflaute

In den vergangenen Monaten wurde das Problem der Dunkelflaute durch eine Kombination aus strategischen Energiespeichern, verstärktem Import von Strom aus Nachbarländern und einer gezielten Steuerung der Netzlast bewältigt. Insbesondere der Einsatz von Wasserstoff als Langzeitspeicher gewinnt an Bedeutung. Zudem haben flexible Kraftwerkskapazitäten, darunter Biogas- und moderne Gaskraftwerke, eine entscheidende Rolle gespielt, um Versorgungsengpässe zu verhindern. Diese Maßnahmen zeigen, dass eine intelligente Kombination aus verschiedenen Technologien notwendig ist, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Strategien zur Überbrückung

Um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten, gibt es verschiedene Ansätze:

Speichertechnologien: Batteriespeicher, Pumpspeicherkraftwerke und Power-to-X-Technologien (z. B. Wasserstoffspeicherung) können überschüssige Energie aus sonnigen und windreichen Zeiten zwischenspeichern.

Flexibilisierung des Verbrauchs: Lastmanagement in der Industrie und intelligente Stromnetze („Smart Grids“) können den Stromverbrauch besser an die Erzeugung anpassen.

Reservekraftwerke: Gaskraftwerke, Biomassekraftwerke oder Wasserstoffkraftwerke können bei Bedarf einspringen.

Europäische Vernetzung: Der Stromhandel zwischen Ländern mit unterschiedlichen Wetterbedingungen kann helfen, regionale Engpässe auszugleichen.

Herausforderungen und Kritik

Speicherbedarf: Die derzeit verfügbaren Speicher reichen nicht aus, um längere Dunkelflauten zu überbrücken. Langfristige Speicherlösungen wie Wasserstoff sind noch nicht wirtschaftlich.

Kosten: Der Aufbau von Speicher- und Backup-Technologien erfordert hohe Investitionen.

Abhängigkeit von Gas: Bis alternative Lösungen skaliert sind, bleibt oft Erdgas als Reservekraftstoff notwendig, was die Klimaziele beeinträchtigen kann.

Fazit

Erneuerbare Energien allein reichen für eine stabile Stromversorgung nicht aus – zumindest nicht ohne Speichertechnologien, Reservekapazitäten und Netzoptimierungen. Die Energiewende erfordert eine Kombination aus erneuerbaren Quellen, flexiblen Verbrauchern und innovativen Speicherlösungen, um eine sichere und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten.

2 Quellen

  1. iee.fraunhofer.de/de/projekte/suche/2021/versorgungssicherheit.html

    Der Bericht analysiert die Versorgungssicherheit im Energiesystem und zeigt Strategien zur Bewältigung von Herausforderungen wie der Dunkelflaute.

  2. umweltbundesamt.de/publikationen/trei…les-deutschland-im-jahr-2050-0

    Die Studie des Umweltbundesamts zeigt, dass Deutschland bis 2050 technisch in der Lage ist, Treibhausgasneutralität zu erreichen

Autor: MAnFred

Veröffentlicht am 4. August 2026

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